Mein, Dein und Unseres

Bereits bevor ein Paar in eine Ehe startet, sollten sich die Partner Gedanken darüber machen, in welchem Güterstand sie ihre Ehe führen möchten. Wer das für unromantisch hält und für berechnend, dem sei vor Augen geführt, dass das Paar, das sich nicht bewusst entscheidet automatisch einen Ehevertrag über den gesetzlichen Güterstand der Zugewinngemeinschaft eingeht- zu den Bedingungen des bürgerlichen Gesetzbuches (BGB). Und wer weiß denn bei der Unterschrift beim Standesamt schon, welche Klauseln er damit eingeht?! Welche Fallstricke es gibt, merkt man erst bei der Scheidung.

 

Das Gesetz kennt drei Güterstände: die Zugewinngemeinschaft, die Gütertrennung und die Gütergemeinschaft. Oft ist Paaren, die wirtschaftlich voraussichtlich selbständig sein werden, aber Kinder möchten, anzuraten, eine sog. modifizierte Zugewinngemeinschaft notariell zu vereinbaren. Sinnvoll ist es auch, ehevertraglich die Unterhaltspflichten nach der Ehe bei Scheidung festzulegen oder den Versorgungsausgleich zu regeln oder auszuschließen.

 

Bei Scheidung ist üblicherweise Streit vorprogrammiert, wenn die Eheleute in Zugewinngemeinschaft gelebt haben und während der Ehe Vermögen hinzu gewonnen wurde, das sich aber nicht gleichmäßig auf die Ehepartner verteilt. So etwa, wenn das Eigenheim nur auf einen Ehepartner im Grundbuch eingetragen wurde, währen der andere es mit abbezahlt hat. Hier ist dann eine sog. Vermögensbilanz zu erstellen. Beide Partner müssen eine Aufstellung ihres Vermögen zu Beginn der Ehe und an deren Ende ( bei Scheidung ist der Stichtag der Tag der Zustellung des Scheidungsantrages ) machen und zur Verfügung stellen. Ferner müssen Sie bezeichnen, was sie während der Ehe an Vermögen erlangt haben, das nicht auf der Ehe beruht, also z. B. Schenkungen von Dritten oder Erbschaft war. Denn dieses wird dem sog. Anfangsvermögen hinzu erzielt. Erst wenn eine solche Bilang erstellt und der Zugewinn jedes Partners einzeln ermittelt ist, kann festgestellt werden, ob und in welcher Höhe ggf ein Ausgleich geschuldet ist. 

 

Hier stellen sich oft komplizierte Bewertungsfragen. Ein weiteres Problem ergibt sich, wenn ein Ehepartner Vermögen während der Trennung verschwendet oder versucht, beiseite zu schaffen. Dann kann unter Umständen sogar ein vorzeitiger Zugewinnausgleich beansprucht werden und ein Arrest über das Vermögen des Ehepartner verhängt werden, der versucht, dieses dem Zugewinnausgleich zu entziehen. Wichtig ist, dass in einer solchen Situation schnell gehandelt wird!

 

Fragen von mein und dein werden am besten nach einer Trennung durch eine Trennungs- und Scheidungsfolgenvereinbarung in notarieller Form geregelt.  Hier kann gemeinsames Vermögen aufgeteilt werden und man kann vernünftige Lösungen für Unterhalt, Vermögensausgleich und die weitere Tilgung von Krediten finden. Denn nicht immer gibt es einen Zugewinn. Oft sind auch die Schulden zu verwalten.

 

Neuigkeiten

 

 

Vortrag von Frau Rechtsanwältin Nicole von  Ahsen als Kontaktanwältin des ISUV

 

Thema:

Urlaub, Ausweis, Krankheit, Impfungen, Wochenenden- Probleme und Lösungen bei Umgang und Sorge

 

Wann?

Mittwoch, 8. Mai 2019

19.00 Uhr

 

Wo?

Gasteig EG Raum 0131

 

Eintritt kostenlos

 

 

 

Düsseldorfer Tabelle 2019

 

Unterhaltspflichtige bitten wir die geänderten Sätze der Düsseldorfer Tabelle mit Stand vom 1.1.19 zu berücksichtigen und etwaige Daueraufträge rechtzeitig zu ändern. Die aktuelle Düsseldorfer Tabelle können Sie über den link unter dem Button Hilfen, Formulare.... einsehen.Bitte beachten Sie, dass sich die Sätze der sog. Düsseldorfer Tabelle im Jahr 2019 auch noch einmal zum 1.6.19 ändern, da das staatliche Kindergeld erhöht wird.

 

 

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